Die Weihnachtskampagne

übersetzt von Pia.

Hallo, mein Name ist Juan Carlos Callao Mamani, ich bin 20 Jahre alt und möchte euch über meine Erfahrungen bei der Unterstützung der Weihnachtskampagne berichten, die wir im Rahmen des Programa Renovación Madre Nino durchführen. 


Seit ich 6 Jahre alt bin besuche ich das Programa Renovación Madre Niño. Schon damals überraschten uns die Jugendlichen mit einer kleinen Weihnachtsfeier, bei der sie uns Spielsachen und eine Heiße Schokolade schenkten, die wir unter uns aufteilen konnten. Ich war sehr glücklich, denn wie jedes Kind erwartete ich zu Weihnachten immer ein Geschenk, aber ich hätte mir nie ausmalen können, was die Jugendlichen alles getan haben, um diese schöne Aktion durchführen zu können. 


Als ich 13 Jahre alt war, trat ich in den Jugendbereich ein, wo ich nach und nach in die Organisation der Weihnachtskampagne eingebunden wurde. Ich nahm an zahlreichen Aktivitäten teil, die durchgeführt werden, um die notwendigen (finanziellen) Mittel für diese Aktivität zu beschaffen. Im Rahmen der Kampagne gibt es einen Essensverkauf, bei der sich die Jugendlichen um alles kümmern, was für die Durchführung dieser Veranstaltung notwendig ist. Gekümmert wird sich um unser Budget, das gemeinsame Einkaufen, gemeinsame Kochen, Verkauf der Wertmarken für die Gerichte und am Tag des Essensverkauf um die Bewirtung der Leute, die kommen, um die von uns zubereiteten Gerichte zu kosten. Außerdem sind wir manchmal auf die Straße gegangen, um Kaffee und Empanadas (frittierte Teigtaschen) zu verkaufen. Wir sind mit unseren kleinen Spendendosen über die Jahrmärkte unserer Stadt gelaufen, um Geld zu sammeln, wir haben Blitzmeisterschaften im CEMEI (Räumlichkeiten von Renovación) organisiert, bei denen der gesamte Erlös an die Weihnachtsaktion ging. 

Ich erinnere mich, dass wir in einem Jahr die Idee hatten, einen Filmabend zu veranstalten und Eintritt zu verlangen. Wir alle trugen ein wenig dazu bei, die Eintrittskarten zu verkaufen und Popcorn, Hamburger und Pommes zuzubereiten, damit wir sie verkaufen und mehr Geld einnehmen konnten. Außerdem haben wir die Mitgliederversammlungen genutzt, um Wackelpudding und Pudding herzustellen und sie dort zu verkaufen. 


Für mich persönlich ist es sehr schwer zu sehen, dass es viele Kinder gibt, die Weihnachten nicht so feiern können, wie sie es gerne würden. In meinem Land Bolivien ist die Armutsrate sehr hoch und die Menschen arbeiten oft nur für das tagtägliche Essen. Es macht mich sehr traurig zu sehen, dass die ärmsten Kinder in meiner Stadt aus Mangel an wirtschaftlichen Ressourcen kein Weihnachten feiern können und traurig sind, dass sie kein Geschenk bekommen. Es ist ein schönes Gefühl, ihnen dieses kleine Geschenk seitens der Jugendlichen der Organisation machen zu können. 


Seit 7 Jahren arbeite ich mit der Gruppe der Jugendlichen an der Organisation der Weihnachtsaktion mit, und in all dieser Zeit habe ich wunderbare Erfahrungen gemacht und immer alles gegeben, um ein Lächeln auf den Gesichtern der Kinder zu sehen. 

Denn ein glückliches Kind zu sehen, ist unbezahlbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.